Steuervorlage 17 / USR III

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Die wichtigsten Massnahmen des ersten Steuerreform 17 / USR III Reformpakets  

Trotz Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III (USR III) durch das Schweizer Stimmvolk am 12. Februar 2017 bleibt die Reform des gegenwärtigen Unternehmenssteuersystems ein wichtiges Anliegen sämtlicher Parteien.

Dies mit dem Ziel, die steuerliche Attraktivität des Standorts Schweiz langfristig zu sichern, die internationale Akzeptanz der Schweizer Unternehmensbesteuerung zu gewährleisten und ausreichende Steuereinnahmen zu garantieren.

Der Bundesrat wird unter dem Begriff „Steuervorlage 17“ (SV17) aus den unten aufgeführten Elementen der ersten USR III Vorlage bis im September eine Vernehmlassungsvorlage vorbereiten, welche nach Durchlaufen des politischen Prozesses voraussichtlich ab 2020 oder 2021 in Kraft treten könnte.

Wir verfolgen die politische Debatte aufmerksam und tragen in Arbeitsgruppen aktiv zur technischen Diskussion bei. Gerne informieren wir Sie über den aktuellen Stand der Entwicklungen und zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Unternehmen auf die SV17 vorbereiten können. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
 

Die Eckpunkte der Steuervorlage 17  


Einführung Patentbox und Sonderabzug für F+E Kosten

Mit steuerlichen Vorteilen für Erträge aus Immaterialgüterrechten sollen die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowie deren Wertschöpfung in diesen Bereichen gefördert werden. Aufgrund des von der OECD international vorgegebenen, einschränkenden Nexus-Ansatzes für Patentboxregeln, wurde zudem ein Sonderabzug für F+E-Kosten ins Reformpaket eingefügt. Die Umsetzung erfolgt auf kantonaler Ebene.

Keine Einführung der zinsbereinigten Gewinnsteuer?

Mit der Einführung eines steuerlichen Abzugs für eine angemessene Verzinsung des Sicherheitseigenkapitals sollte eine übermässige Verschuldung von Unternehmen verhindert werden. Nach dem negativen Ausgang der USR III Volksabstimmung im Februar 2017, ist derzeit offen, ob das Element eines Abzugs auf Sicherheitseigenkapital in die SV17 aufgenommen wird. Gemäss den Eckwerten, welche der Bundesrat im Juni 2017 kommuniziert hat, ist dies nicht vorgesehen.

Weitere steuerpolitische Massnahmen

Zu den weiteren Änderungen gehören eine Senkung der kantonalen Gewinnsteuersätze, die Begrenzung der Entlastungen durch die neuen Massnahmen auf kantonaler Ebene von 70%, Anpassungen bei der kantonalen Kapitalsteuer, ein reduzierter Anteil der Kantone an der direkten Bundessteuer, die Erhöhung der Teilbesteuerung von privaten Dividendeneinnahmen auf 70%, sowie eine einheitlichere Steuerbehandlung bei Steuerstatuswechsel und Zuzug. Die Abschaffung der Emissionsabgabe und die Einführung einer Tonnage Tax, sollen später separat behandelt werden.
 

Wir beraten Sie zur Steuervorlage 17
 

  • Gesamtanalyse der Auswirkungen der Reform auf Ihr Unternehmen
    Die Abschaffung der kantonalen Steuerstatus und der Prinzipalbesteuerung sowie die Steuerregeln für Schweizer Finanzierungsbetriebstätten und die Einführung oben erwähnter Reformmassnahmen kann eine tiefgreifende Veränderung der Steuerbelastung eines Unternehmens in der Schweiz auslösen. Es wird Gewinner und Verlierer geben. Ziel der Wirkungsanalyse ist es aufzuzeigen, wie die Reform sich konkret auf die Steuerbelastung Ihres Unternehmens in der Schweiz auswirkt. Ebenfalls aufgezeigt wird, wie ein Unternehmen sich durch Anpassungen bei den bestehenden Strukturen bzw. des steuerlichen Geschäftsmodells optimal auf die Reform vorbereiten kann.

  • Auswirkungsanalyse einzelner Reformelemente
    PwC hat Analyse-Tools entwickelt, um die Auswirkungen folgender Elemente der Reform vorweg zu simulieren. Selbstverständlich ist auch eine kombinierte Analyse verschiedener Massnahmen möglich.
    - Simulation Patentbox und F+E Abzug
    - Simulation Übergangsregeln
    - Simulation Auswirkungen auf Kapitalsteuer
  • Internationaler Austausch von Steuerrulings und Country by Country Reporting
    Die neuen Vorschriften der OECD zur internationalen Schaffung von mehr Transparenz zielen darauf ab, die Besteuerung am Ort sicherzustellen, wo die Gewinne tatsächlich erwirtschaftet werden. Dies führt zu zusätzlichen Compliance-Aufgaben und bringt höhere Anforderungen an das Steuerrisikomanagement ihres Unternehmens mit sich. Unsere Spezialisten unterstützen Sie hierbei gerne.

  • Entwicklung eines Verrechnungspreismodells
    Wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam ein Verrechnungspreismodell, bei dem die Bedürfnisse Ihres Unternehmens in Anbetracht der neuen Vorschriften der OECD berücksichtigt werden.

  • Festlegung und Durchsetzung von Verrechnungspreisstrategien
    Wir legen gemeinsam mit Ihnen Verrechnungspreisstrategien fest, die dem Grundsatz der Fremdüblichkeit entsprechen. Ausserdem unterstützen wir Sie dabei, Ihr Preismodell nachhaltiger zu gestalten und es besser zu schützen.

Dieter Wirth
Partner and Leader Tax & Legal Services, Zurich
Tel.: +41 58 792 44 88
E-Mail


Unsere Veröffentlichungen

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Unternehmenssteuerreform III

Ergebnisse der parlamentarischen Schlussabstimmung (Update 17. Juni 2016)

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Das bringt die Unternehmenssteuerreform III (USTR III)

Ein Positionspapier von PwC Schweiz (Update 17. Juni 2016)

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Unternehmenssteuerreform III: Forderungen von OECD und EU

Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz (Infografik)

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USR III - Wie wird Zürich die Herausforderung meistern?

Präsentation des PwC Fachseminars am 14.09.2016

Download – nur in Englisch verfügbar

Corporate Tax Reform III: The Swiss Federal Parliament’s final decision on 17 June 2016

Presentation of the webinar from 22 June 2016

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In unserem Blog finden Sie Nachrichten und nützliche Informationen zu der Unternehmenssteuerreform III.

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