
Wirtschaftsberatung. Gerade in Krisenzeiten müssen sich die Unternehmen auf das Wesentliche konzentrieren. Sie sollten die Nähe zu ihren Kunden pflegen und den Dialog mit ihnen suchen. Ein nachhaltiges Geschäftsmodell ist die beste Voraussetzung, um fit für den Aufschwung zu sein.
Interview mit Markus Bucher, Leiter Wirtschaftsberatung Schweiz
Welche Art der Beratung brauchen Unternehmen in Krisenzeiten?
In den vergangenen Jahren haben wir die Unternehmen grösstenteils darin beraten, wie sie neue Wachstumsfelder erschliessen können. Heute hingegen stehen andere Fragen im Zentrum; diese verlangen nach fachübergreifenden Antworten. Es kommt darauf an, die Solidität des Unternehmens zu stärken. Dazu müssen Informationen verlässlich aufbereitet, Szenarien gegeneinander abgewogen und strategische Optionen bewertet werden. Ganzes Interview...
Ein Unternehmen sollte gerade in unsicheren Zeiten in engem Kontakt zu seinen Kunden stehen. Dadurch eröffnen sich die Chancen in der Marktbearbeitung. Eine klare Kommunikation ist nicht nur mit den Kunden, sondern mit allen Stakeholdern nötig. Dies gelingt am besten, wenn ein Unternehmen effizient organisiert ist. Dazu gehören auch wirksame Prozesse und verlässliche Daten im Finanzwesen.
Die Einbindung der Stakeholder ist ein entscheidendes Element des Geschäftserfolgs, und zwar unabhängig von der Wirtschaftslage. Um das Vertrauen zu stärken, sind eine vorbildliche Governance und ein professionelles Risikomanagement unverzichtbar. Diese Themenbereiche sind sehr sensibel, weil sie direkt mit der Reputation eines Unternehmens verknüpft sind. Gerade deshalb ist eine glaubwürdige Kommunikation auch in dieser Hinsicht unerlässlich.

Viele Unternehmen stehen operativ unter Druck und brauchen rasche Ergebnisse. Im Vordergrund stehen daher der Umsatz, die Marge und die Finanzierung. Ein strategischer Ansatz für das Kostenmanagement und die Sicherung der Liquidität sind Punkte, denen höchste Priorität zukommt. Entscheidend ist es, das Geschäftsmodell so anzupassen, dass das Unternehmen langfristig erfolgreich im Wettbewerb bestehen kann.
Kostensenkungen in einem Bereich können leicht Kostensteigerungen in einem anderen verursachen oder die Qualität von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen. Das strategische Kostenmanagement basiert auf einer systematischen Analyse der Kostentreiber und reduziert die Gesamtkosten unter Berücksichtung aller quantitativen und qualitativen Faktoren. So kann die Neuausrichtung von Prozessen und operativen Abläufen oder die Auslagerung bestimmter Tätigkeiten entlang der Wertschöpfungskette signifikante Einsparungen bringen.
Hinsichtlich des Liquiditätsmanagements hat in den vergangenen Monaten tatsächlich ein Prozess des Umdenkens stattgefunden. Unternehmen, auch solche, die sich bislang nicht um kurzfristige Finanzierungen zu kümmern brauchten, müssen sich heute um die Sicherung ihrer Liquidität bemühen. Dieses Thema wird auch immer häufiger auf der Ebene des Verwaltungsrats behandelt. Das Liquiditätsmanagement ist indes nur Teil des Managements des gesamten Umlaufvermögens.
Das Umlaufvermögen hat einen wesentlichen Einfluss auf den Cashflow; und dieser ist die massgebende Kennzahl für die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens. Die optimale Bewirtschaftung des Umlaufvermögens, das heisst von Forderungen, Verbindlichkeiten und Vorräten, wird umso wichtiger, wenn die Hebelwirkung von Wachstumsinvestitionen nachlässt. Und dies ist heute bei vielen Unternehmen der Fall.
Der Einbruch im M&A-Markt kam im Dezember 2008. Im Transaktionsgeschäft muss man jedoch nach Branchen unterscheiden. Im Finanzsektor gibt es einen Beratungsbedarf hinsichtlich Carve-outs und Spin-offs. Auch in der Pharmabranche werden Transaktionen diskutiert. In der Industrie aber kommen geplante Akquisitionen häufig nicht zum Abschluss. Einige unserer Kunden nutzen Transaktionen, um ihren Handlungsspielraum abzusichern. Auf längere Sicht sind Mergers & Acquisitions dazu ein probates Mittel.
Entscheidend ist, dass die Unternehmen auf einer soliden finanziellen Basis stehen und die richtigen Mitarbeitenden an Bord haben, wenn der Aufschwung wieder einsetzt.
Der positive Aspekt ist, dass das Risikobewusstsein in der Wirtschaft und der Gesellschaft verstärkt wurde.
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Consulting Knowledge Fair 2009
Am 5. Juni fand auf dem Bürgenstock die PwC Consulting Knowledge Fair statt. Als Ziel hatte sich diese Consulting Knowledge Fair gesetzt, unsere über 200 Wirtschaftsberater an einem Ort zusammenzubringen. Dahinter stand die Absicht, dass alle bei Consulting wissen, welche Dienstleistungen wir in unserer Organisation unseren Kunden liefern können und wie wir integrierte Beratungsdienstleistungen anbieten können. | |
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Wie stark ist Ihr Unternehmen in der Krise?
Die aktuelle Wirtschaftslage stellt viele Unternehmen vor tiefgreifende Veränderungen. Es gilt, unter hohem Zeit- und Kostendruck zu entscheiden und zu handeln. Das Consulting von PricewaterhouseCoopers bietet Ihnen die Erfahrung und Unterstützung, um die Herausforderungen der Krise erfolgreich zu meistern. | |
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NZZ Online Impulse: Konjunktur ist ein kleines Problem Martin Frey, Corporate Finance Retail- und Consumer-Branche, sagt, warum die Konsumgüterindustrie gut aufgestellt ist. | |
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Herausforderungen in der Krise
Ein Interview mit Markus Koch, Business Restructuring, über Kostenmanagement in Krisenzeiten. | |
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Machen Deals in der Krise Sinn?
Ein Interview mit Heinz Hartmann, Corporate Finance, über Veräusserungen zur Beschaffung von Liquidität. | |
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