Am 8. März 2018 feierte die Welt den Internationalen Frauentag.

Laut dem jüngsten Bericht des World Economic Forums (WEF) wird es 217 Jahre dauern, bis die Geschlechterkluft weltweit geschlossen ist. Dies sind 55 Jahre mehr als auf Basis der Daten vom letzten Jahr. Wir scheinen eher Rückschritte als Fortschritte zu machen.

Ansichten von PwC Partner

Die Geschlechtergleichstellung ist kein Frauenproblem. Wir müssen alle zusammen auf die Gleichstellung hinarbeiten. Erfahren Sie mehr über die Ansichten unserer männlicher Senior Partner:

Clive-Bellingham-On-Society-Perspective

Aus der Sicht der Gesellschaft

Die Geschlechtergleichstellung ist nicht nur bei PwC Schweiz ein aktuelles Thema. Die meisten Unternehmen sind mit den gleichen Geschlechterstrukturen konfrontiert. Was können wir unternehmen? Clive Bellingham, Partner Advisory, merkt dazu an:

 

PwC und andere führende Arbeitgeber am Schweizer Markt sollten bei politischen Organen und Bildungseinrichtungen für eine Veränderung eintreten. Die Einrichtungen müssen sich an die Bedürfnisse der Arbeitgeber und Arbeitnehmer anpassen.

Clive Bellingham Partner Advisory Services, PwC
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Eine Notwendigkeit aus Kundensicht

Unsere Kunden erwarten oder fordern sogar zunehmend, dass wir vielfältige Teams einsetzen. Als eine Firma müssen wir daher auf diese Realität eingehen, um unser langfristiges Wachstum zu sichern. Dieter Wirth, Partner Tax & Legal Services, weist darauf hin:

Es ist von zentraler Bedeutung, Frauen zu gewinnen, da wir auf 100% des Talentpools zugreifen und all unsere Kunden vollumfänglich verstehen müssen.

Dieter Wirth Partner Tax and Legkal Services, PwC
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Überdenken der Karrieren

Auf Basis der aktuellen demografischen Veränderungen wird die Schweiz bald mit einem Arbeitskräftemangel konfrontiert sein. Hanspeter Gerber, Partner Assurance, kommentiert:

Nicht alle Mitarbeitenden von PwC streben einen Karrierepfad an, der zur Partnerschaft führt. Viele Frauen (und Männer) verfolgen ein anderes Lebensziel, als nur die höchste Karrierestufe eines Unternehmens zu erreichen. Daher verlieren wir – meistens auf der Stufe Manager – viele talentierte Kolleginnen. Wenn wir uns anstelle von horizontalen beruflichen Laufbahnen vertikale Karrieren vorstellen können (bei denen man auf einem bestimmten Gebiet zum Fachexperten wird und auf der Stufe Manager oder Director bleibt), können wir künftig mehr Talente rekrutieren und binden.

Hanspeter Gerber Partner Assurance, PwC
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Vorteile für unsere Ergebnisse

Mehrere Studien haben gezeigt, dass vielfältige Teams besser abschneiden und innovativer sein können. Alexander Schultz-Wirth, Partner Advisory, teilt diese Auffassung:

 

Vielfältige Teams betrachten ein Problem aus verschiedenen Perspektiven und finden eine ganzheitlichere Lösung.

Alexander Schultz-Wirth Partner Advisory Services, PwC
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Gegenseitige Bereicherung

Partnerschaften von Männern und Frauen zur Erzielung sichtbarer Resultate im Hinblick auf die Geschlechtergleichstellung sind nicht nur eine Notwendigkeit, sondern dienen auch zur gegenseitigen Bereicherung für beide Geschlechter. Peter Lüssi, Partner Assurance, erörtert seine Erfahrung als Mentor im Rahmen des Coaching-Programms für Frauen:

 

Eines der wichtigsten Dinge, die ich bei meiner Tätigkeit als Mentor gelernt habe, war, dass ich nicht nur ein vielversprechendes junges Talent auf ihrem Karrierepfad unterstützen konnte, sondern auch viele Erkenntnisse über mich selbst und die künftige Generation per se gewonnen habe.

Peter Lüssi Partner Assurance, PwC
Peter-Birrer-on-blindspots

Der Schwachpunkt der Geschlechterstereotypen

Stereotypen sind Vorstellungen, die wir im Hinblick auf Menschen haben, weil sie zu einer bestimmten Gruppe gehören oder wir sie im Geiste einer bestimmten Kategorie zugeordnet haben. Ein Beispiel wäre: «Alle Männer/Frauen sind so ...» Wie können wir dies ändern? Stellen Sie sich die folgende Frage, bevor Sie jemanden beurteilen: «Würde ich genauso denken, wenn diese Person dem anderen Geschlecht angehören/aus einem anderen Kulturkreis stammen würde oder älter bzw. jünger wäre?» Rolf Birrer, Partner Assurance, erklärt:

In puncto Stereotype habe ich bemerkt, dass sich Frauen in bestimmten Situationen fragen: «Kann ich diese Tätigkeit ausüben?», während Männer behaupten: «Ich kann es». Dies beeinflusst, wie Sie von anderen Menschen wahrgenommen und letztlich von ihnen beurteilt werden.

Rolf Birrer Partner Assurance, PwC
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Work-Life-Balance

Mehr als 80% der weltweiten Belegschaft von PwC sind Millennials, und unser umfassendes Research über Millennials deutet darauf hin, dass die Work-Life-Balance – unabhängig vom Geschlecht oder Familienstand – für fast alle Talente unter den Millennials (97%) wichtig ist. Jürg Niederbacher, Partner Tax & Legal Services, bemerkt:

 

Wenn Sie ausgezeichnete Arbeit leisten, werden Sie gleichermassen geschätzt, unabhängig davon, ob Sie Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigte sind oder von zu Hause aus arbeiten. Dies gilt für Kollegen und Kolleginnen, und wir müssen als Unternehmen offen sein, um uns an die sich verändernden Anforderungen unserer Mitarbeitenden anzupassen. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass dies nicht immer leicht ist. Wenn man das Ergebnis sieht, merkt man jedoch, dass es sich gelohnt hat.

Jürg Niederbacher Partner, Tax and Legal Services, PwC
BrunoRossi-FlexibleWorking

Flexible Arbeitsbedingungen erfordern Teamkoordination

Auch die flexible Arbeitszeit wirkt sich auf die Zusammenarbeit der Teams aus. Bruno Rossi, Partner Assurance, erläutert: 

Alle Teammitglieder müssen offen über ihre Verfügbarkeit kommunizieren und sich gegenseitig unterstützen, wenn sie von zu Hause aus oder Teilzeit arbeiten. Ich persönlich habe meinen Tagesverlauf auf die Bedürfnisse meiner Familie abgestimmt und später am Abend wieder gearbeitet, wenn meine Kinder im Bett waren.

Bruno Rossi Partner Assurance, PwC

Marc Secretan

Partner Assurance & Diversity Leader, Geneva, PwC Switzerland

+41 58 792 96 95

E-Mail

Beteiligung von PwC Schweiz an Initiativen zur Gleichstellung von Frauen und Männern: