So gesund waren die Finanzen 2016

Unsere Analyse der Finanzkennzahlen von Schweizer Spitälern zeigt, dass viele Akutspitäler weiterhin zu wenig profitabel sind.

Dynamik, Wettbewerbsorientierung und ökonomische Anreize prägen das Schweizer Gesundheitswesen immer stärker.

Unsere Analyse der Finanzkennzahlen von Schweizer Spitälern zeigt, dass viele Akutspitäler weiterhin zu wenig profitabel sind. Bei den Psychiatrien sieht die Situation im Durchschnitt etwas besser aus. Das stellt viele Kliniken vor grosse Herausforderungen wenn es darum geht, Investitionen langfristig zu finanzieren. Zudem prägen neue Versorgungsmodelle, veränderte Rollenbilder und digitale Technologien das Gesundheitswesen 2030. Spitäler sollten agil und offen für Neues bleiben, um dem Druck standzuhalten und erfolgreich zu sein.
 

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Schweizer Spitäler im Umbruch

  • Während sich das Umsatzwachstum im Rahmen der Vorjahre fortsetzt, reduziert sich die Profitabilität der Schweizer Akutspitäler im Median leicht auf 5,5 Prozent EBITDA. Diese nach wie vor zu tiefe Marge erhöht den Druck auf die Spitäler, die Ergebnisse strukturell zu verbessern.
  • Angesichts der anstehenden hohen Investitionen stehen viele Akteure im Gesundheitswesen vor der Herausforderung, ein gesamtheitliches Finanzierungskonzept zu entwickeln. Es braucht eine solide Zukunftsplanung in allen Bereichen, an deren Ende ein belastbarer Businessplan steht. Zunehmend relevanter werden auch Fragen der Refinanzierung.
  • "Ambulant vor stationär" setzt sich weiter durch, wie die Wachstumsraten 2016 eindrücklich zeigen. Die derzeitige Tarifunsicherheit aufgrund der TARMED-Tarifanpassungen durch den Bundesrat ist herausfordernd, sollte die Spitäler und Psychiatrien jedoch nicht von ihrer langfristigen Ausrichtung abbringen. Grösstmögliche Flexibilität bei den anstehenden Projekten erhöht den künftigen Handlungsspielraum.
  • Neue Rollenbilder im Gesundheitswesen entstehen durch neue Versorgungs- und Betriebsmodelle sowie die Digitalisierung verändern sich oder werden überflüssig. Die Versorgungslandschaft wird sich in Richtung eines "Hub-and-Spoke"-Modells entwickeln mit Zentrums- und Satellitenspitälern, die aufeinander abgestimmte und versorgungsstufengerechten Angebote offerieren. Künftige Behandlungspfade werden durchgehend digital unterstützt, transparent und mit einer aktiven Mitwirkung des Patienten sein.

Unser Businessplan ist eines der wichtigsten Führungsinstrumente. Er schafft gegenüber der Trägerschaft Vertrauen, und er schafft bei den Mitarbeitern Vertrauen in die Unternehmensführung. Zudem lässt es sich als verantwortliche Person mit einem robusten Businessplan besser schlafen.

Thomas Brack, Spitaldirektor, Spital Limmattal

Patienten sind heute Partner auf Augenhöhe, die dank der Wahlmöglichkeiten und Informationen, die ihnen das medizinische Fachpersonal an die Hand gibt, informierte medizinische Entscheidungen treffen können.

Isabelle Lehn, Leiterin Pflege, CHUV


Zentral für uns ist es, den ‹Tanz der Generationen› einzuleiten und offen auf die Bedürfnisse der jüngeren Generationen in der Organisation einzugehen.

Prof. Dr. Rebecca Spirig, Direktorin Pflege und MTTB, USZ

Das Geschäftsmodell in der Vor- und Nachbehandlung wird künftig viel häufiger über virtuelle Kanäle laufen und somit digitalisiert werden.

David J. Bosshard, CEO, Clienia-Gruppe

Interaktive Studienergebnisse

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Kontakte

Patrick Schwendener, CFA

Director, Leiter Deals Gesundheitswesen, Zürich

+41 58 792 15 08

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Philip Sommer

Director, Leiter Beratung Gesundheitswesen, Bern

+41 58 792 75 28

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