KI dort einsetzen, wo sie echte Probleme löst

Das war das IMD KI-Update 2026

PwC @ IMD KI-Update
  • Insight
  • 10 minute read
  • 28 Jan 2026
Matyas Gerendy

Matyas Gerendy

Senior Consultant Digital Assurance & Trust, PwC Switzerland

Samuel Bohl

Samuel Bohl

Senior Consultant AI & Data, PwC Switzerland

Beim IMD KI-Update stand kürzlich künstliche Intelligenz im Zentrum, es wurde gezeigt, wie Führungskräfte KI sinnvoll, verantwortungsvoll und wirksam einsetzen – und wie sie die Transformation aktiv gestalten.

Als Kernfrage es Tages stellte sich die folgende heraus: Wie gelingt KI-Transformation so, dass sie echten Wert schafft und Menschen stärkt statt verunsichert?

Der Rahmen war offen und dialogorientiert. Auf der Bühne: CEOs, Data- und AI-Leads, ein Philosoph sowie Praktiker aus unterschiedlichen Branchen – von Finanz über Industrie bis Medien.

Trotz dieser Vielfalt kristallisierte sich ein klarer roter Faden heraus: 

Erfolgreiche KI basiert auf Wert, Daten und Menschen.

Wert KI nur dort, wo sie echte Probleme löst

Mehrere Referent:innen beschrieben eine Entwicklung, die viele Unternehmen kennen dürften: Es werden KI-Piloten gestartet, weil „man etwas mit KI machen muss“ nicht, weil ein klares Problem gelöst werden soll.

Der Beitrag von José Parra Moyano, Professor of Digital Strategy, IMD brachte demgegenüber eine klare Ordnung ins Spiel: 

KI soll dort eingesetzt werden, wo ein konkreter, existierender Schmerzpunkt liegt – ein ineffizienter Prozess, ein Medienbruch, eine wiederkehrende Aufgabe, die viel Zeit bindet und wenig Mehrwert stiftet.

Die zentrale Botschaft: 

Nicht die Frage „Wo können wir KI einsetzen?“ ist entscheidend, sondern:
„Wo schaffen wir mit KI nachweisbar mehr Wert für Kunden, Mitarbeitende oder das Geschäft?“

digital leadership summit

Alle Bilder: © IMD KI-Update

digital leadership summit
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Daten Ohne stabiles Fundament bleibt KI Stückwerk

Auf dieser Wertlogik aufbauend rückte das Thema Daten schnell in den Mittelpunkt. Es reichte nicht, über Modelle, Parameter oder Plattformen zu sprechen – fast alle Diskussionen landeten früher oder später bei der Datenbasis.

Der Tenor:

  • Es braucht qualitativ hochwertige, relevante Daten, nicht nur grosse Datenmengen. 
  • Zersplitterte, historisch gewachsene Systemlandschaften machen den produktiven Einsatz von KI schwierig. 
  • Rechtliche und regulatorische Anforderungen erfordern eine klare Data Governance.

Hier setzte auch das Bild des „Data Orchestra“ an:

  • Die Daten sind das eigentliche Klangmaterial. 
  • Governance, Security und rechtliche Rahmenbedingungen strukturieren das Zusammenspiel. 
  • Die Business-Perspektive definiert die Melodie – also, wofür das Ganze überhaupt gespielt wird. 
  • Die Kultur entscheidet, ob nur bekannte Stücke reproduziert oder auch Neues gewagt wird.

Oder in einem Satz:

Daten machen die Musik. KI ist kein Solist. Führung ist der Dirigent.

Menschen Der entscheidende Hebel der KI-Transformation

Am deutlichsten prägte den Tag jedoch der Faktor Mensch.

Die gemeinsame Erkenntnis quer durch die Beiträge: 

Der wichtigste Erfolgsfaktor für eine gelingende KI-Transformation ist nicht Technologie – sondern Haltung, Kompetenz und Akzeptanz der Menschen im Unternehmen.

Besonders betont wurde:
  • KI soll monotonen, repetitiven Tätigkeiten den Schrecken nehmen, nicht Arbeitsplätze pauschal infrage stellen. 
  • Mitarbeitende brauchen das Verständnis, dass KI ihnen Arbeit abnimmt, nicht wegnimmt – und ihnen Raum für komplexere, interessantere Aufgaben verschafft. 
  • Transformation gelingt besser, wenn Mitarbeitende selbst aktiv gestalten können, statt nur „betroffen“ zu sein.

Ein praktischer Ansatz, der mehrfach diskutiert wurde, sind Agentenbaukästen:

  • Mitarbeitende können für ihre eigenen Aufgaben KI-Agenten konfigurieren. 
  • Im Alltag entstehen so natürliche, sinnvolle Use Cases direkt aus dem Geschäft heraus. 
  • Erfolgreiche Lösungen können später von IT und Data-Teams übernommen, gehärtet und für die gesamte Organisation ausgerollt werden.
  • Bei der Implementierung können Governance Frameworks hilfreich sein, um klare Linien vorzugeben.

So wird aus KI kein Top-down-Verordnungsprojekt, sondern ein schrittweiser, mitgestalteter Wandel.

Durch Cornelia Diethelm, Expertin für Digitale Ethik, HWZ wurde KI nochmal durch die ethische Brille beleuchtet. Sie zeigte auf, wie wichtig der verantwortungsvolle Umgang mit KI ist, um unsere Gesellschaft im Gleichgewicht zu halten. 

PwC zeigt AI in Action Mit Blick auf die PwC CEO Survey 2026

In der vierten Session rückte die Keynote von Prafull Sharma, „AI in Action: Ergebnisse statt Hype – mit Agentic AI“, die Perspektive der CEOs in den Mittelpunkt. Grundlage dafür war die PwC CEO Survey 2026, die zeigt, wie Schweizer und internationale Unternehmenslenker aktuell auf KI blicken.

Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild:

KI steht ganz oben auf der Agenda. Gleichzeitig bleibt der messbare ROI für viele CEOs noch aus. Während die Erwartungen an KI als Wachstumstreiber steigen, ist die Unsicherheit spürbar: Wie schnell wird sich der Einsatz von KI tatsächlich im Umsatz widerspiegeln? Welche Auswirkungen wird KI insbesondere auf Junior-Stellen haben? Und wie gross ist das Risiko, ohne konsequente Transformation in einigen Jahren nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein?

Vor diesem Hintergrund machte die Keynote deutlich: 

Es reicht nicht, KI nur zu testen – sie muss so implementiert werden, dass sie im Kerngeschäft Wirkung entfaltet. Prafull zeigte, wie wir als Implementierungspartner Unternehmen dabei unterstützten, genau diese Lücke zu schliessen: auf Basis der CEO-Insights, mit konkreten Use Cases, einer klaren KI- und Data-Governance sowie agentischer KI-Lösungen wie dem PwC Agent OS, die in realen Prozessen arbeiten. 

Zur CEO Survey

Jetzt die Schweizer Erkenntnisse entdecken

Was vom IMD KI-Update bleibt

Über den Tag hinweg entstand ein klares Bild, das sich in drei Kernsätzen bündeln lässt:

  • KI ist nur dort sinnvoll, wo sie echte Probleme löst und Wert schafft. 
  • Daten sind nicht Beiwerk, sondern Voraussetzung – ohne sie bleibt KI Theorie.
  • Menschen sind nicht „Betroffene“, sondern die zentrale Ressource jeder KI-Transformation.
Damit wurde eines deutlich:

KI-Transformation ist weniger eine Frage der Technologie als eine Frage von Führung, Organisation und Kultur.

Dort, wo Wert, Daten und Menschen zusammengedacht werden, kann KI vom Buzzword zum echten Wettbewerbsfaktor werden – und aus potenzieller Verunsicherung ein Produktivitäts- und Innovationsschub entstehen.

Über das IMD KI-Update 

Am IMD KI-Update 2026 haben wir die Brücke zwischen Expertise, Technologie und wirksamer Umsetzung geschlagen. Der Führungskongress der echo group, mit dem IMD als Knowledge Partner, zeigte, wie sich Führung und Entscheidungsfindung im Zeitalter von KI verändern. Wir von PwC Schweiz waren Implementation Partner der Veranstaltung und brachten konkrete Perspektiven aus der praktischen Umsetzung von KI-Initiativen ein – mit tiefem Technologie- und Transformations-Know-how.

Kontaktieren Sie uns

Prafull Sharma

Partner Technology Strategy & Transformation FS, PwC Switzerland

+41 58 792 18 72

E-Mail

Fatih Sahin

Partner, AI & Data Leader Tax & Legal Services, PwC Switzerland

+41 58 792 48 28

E-Mail

Mark Meuldijk

Director AI Assurance & Trust, PwC Switzerland

+41 58 792 44 00

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