Die Zahl der Stelleninserate, die KI-Kompetenzen beinhalten, ist auf 25’000 gestiegen – ein Höchststand
Nur 1,8 % aller Stelleninserate in der Schweiz haben KI-Bezug
Gesucht sind vor allem KI-Anwender – nicht Entwickler
Die Anzahl KI-Jobs in weniger exponierten Berufsfeldern steigt um das 15,4-Fache.
Zürich, 15. Juni 2026 – Das neue PwC Schweiz «2026 AI Jobs Barometer» zeigt: KI-Kompetenzen werden in der Schweiz zunehmend zum Einstellungskriterium. 2025 stieg die Zahl der Stellenanzeigen mit KI-Bezug um rund 9’000 auf ein neues Hoch. Zwar liegt ihr Anteil am gesamten Stellenmarkt weiterhin bei vergleichsweise moderaten 1,8 %, doch der Trend ist eindeutig: künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt zunehmend, und zwar über die Tech-Branche hinaus.
«KI verändert, wie Karrieren beginnen und Fachwissen entsteht. Routineaufgaben, die früher dem Einstieg und Lernen dienten, übernimmt heute zunehmend die KI. Dafür werden Urteilsvermögen, Anpassungsfähigkeit und Führungskompetenz bereits in der frühen Karrierephase wichtig. Daher müssen Unternehmen ihre Talententwicklung grundlegend überdenken», sagt Adrian Jones, Partner und Leiter Workforce bei PwC Schweiz.
Diese Branchen treiben den KI-Stellenmarkt in der Schweiz
Obwohl das verarbeitende Gewerbe den grössten Anteil an Neueinstellungen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt ausmacht, gefolgt von der Branche Energie, Versorgung und Rohstoffe, ist die Nachfrage nach KI-Kompetenzen in diesen Bereichen eher gering. Trotzdem steigt sie über alle Branchen hinweg an. Diese Dynamik reicht dabei längst über einzelne Zukunftsbranchen hinaus: KI hält in der gesamten Wirtschaft Einzug, von klassischen Industriezweigen bis zu wissensintensiven Dienstleistungen. Am höchsten ist die Dichte an KI-Stellen in der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche (TMT). Den geringsten Anteil weist der öffentliche Sektor auf.
Besonders stark wächst die Zahl der Stellen in Berufen mit geringerer KI-Exposition: Seit 2018 hat sich das Stellenvolumen dort um das 15,4-Fache erhöht. Zum Vergleich: in stark KI-exponierten Berufen beläuft sich der Zuwachs auf das 8,7-Fache.
KI-Know-how bringt Lohnvorteile
Wer über KI-Kompetenzen verfügt, kann mit überdurchschnittlichen Löhnen rechnen. Das heisst, dass KI-Fähigkeiten über Tech-Berufe hinaus an Bedeutung gewinnen und in zentralen Branchen der Wirtschaft immer wertvoller werden.
Besonders stark fallen die Lohnprämien in den Bereichen Gesundheit und Energie aus, was auf eine stärkere Nachfrage nach Mitarbeitenden mit KI-Fähigkeiten in diesen Sektoren hindeutet.
Zudem zeigt die Analyse, dass sich die Anforderungsprofile in stark KI-exponierten Berufen besonders schnell wandeln. So kommen in Berufsfeldern, die besonders stark von KI betroffen sind, seit 2019 im Schnitt 248 neue Kompetenzen pro Beruf hinzu – deutlich mehr als in weniger betroffenen Tätigkeitsfeldern.
«Künstliche Intelligenz verändert die Anforderungen an berufliche Fähigkeiten rasant und nachhaltig. Tätigkeiten, in denen Mitarbeitende bislang Erfahrung aufbauten, werden zunehmend automatisiert. Gleichzeitig gewinnen Urteilsvermögen, Anpassungsfähigkeit und Führungskompetenz stark an Bedeutung. Für Unternehmen heisst das: sie müssen die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden zur dauerhaften und strategischen Aufgabe machen, damit sich die technischen Investitionen auch wirtschaftlich lohnen», sagt Britta Gross, Partnerin und Leiterin People & Organisation bei PwC Schweiz.
Nicht Entwickler sind gefragt, sondern vor allem Anwender
Getrieben wird die Nachfrage vor allem von KI-Nutzern – also von Fachkräften, die KI bereits im Arbeitsalltag einsetzen. 2025 stieg die Anzahl dieser Stellenprofile im Vergleich zum Vorjahr um rund 8’400 auf einen Höchststand. Deutlich verhaltener entwickelte sich dagegen die Nachfrage nach KI-Entwicklern im selben Jahr (+220 Jobprofile).
Im Branchenvergleich führen Finanzdienstleistungen bei KI-Nutzerrollen: 95,9 % der KI-Stellen in diesem Sektor entfallen auf Anwenderprofile. Die Entwicklung von KI-Technologien ist am stärksten in der Tech-, Medien- und Telekommunikationsbranche gefragt, wo der Anteil der Entwicklerprofile bei den Stellenanzeigen mit 16,2 % am höchsten ist.
Über die Studie
Für das «2026 AI Jobs Barometer» wurden über eine Milliarde Stellenanzeigen in 27 Ländern analysiert, um die Auswirkungen von KI auf Berufe, Löhne, Fähigkeiten und Produktivität zu zeigen. Darüber hinaus enthält das diesjährige Barometer eine gezielte Analyse von Einstiegspositionen, einschliesslich der Veränderung der Kompetenzanforderungen in stark KI-exponierten Berufen. Ein Beruf gilt als «KI-exponiert», wenn er viele Aufgaben enthält, bei denen KI laut dem anerkannten «AI Occupational Exposure Index» eingesetzt werden kann.
Über uns
PwC Schweiz ist das führende Prüfungs- und Beratungsunternehmen in der Schweiz. Bei PwC unterstützen wir unsere Kunden dabei, Vertrauen aufzubauen und sich neu zu erfinden, um aus komplexen Sachverhalten heraus Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Wir sind ein technologieorientiertes Netzwerk mit mehr als 370'000 Mitarbeitenden in 136 Ländern. In den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Assurance, Steuerberatung und Recht sowie Deals und Beratung helfen wir unserer Kundschaft, nachhaltig Dynamik zu entwickeln. PwC Schweiz hat rund 3’613 Mitarbeitende und Partner:innen an 13 verschiedenen Standorten in der Schweiz sowie einem im Fürstentum Liechtenstein. Erfahren Sie mehr unter www.pwc.ch. «PwC» bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere seiner Mitgliedsfirmen, von denen jede ein eigenständiges Rechtssubjekt ist. Nähere Angaben dazu finden Sie unter www.pwc.com/structure.
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