Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF)

Die wichtigsten Entwicklungen zur Steuervorlage 17 im Überblick

Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) angenommen!

Die Reform des gegenwärtigen Unternehmenssteuersystems ist ein wichtiges Anliegen, mit dem Ziel, die steuerliche Attraktivität des Standorts Schweiz langfristig zu sichern, die internationale Akzeptanz zu gewährleisten und ausreichende Steuereinnahmen zu garantieren. Diese Ziele können nun umgesetzt werden. Am 19. Mai 2019 hat das Schweizer Stimmvolk das Steuerpaket mit 66.4 % Ja-Stimmen angenommen. Die Inkraftsetzung wird per 1. Januar 2020 erfolgen. Es liegt nun an den Kantonen, soweit nicht bereits erfolgt, die Umsetzung der Vorgaben aus dem Bundessteuerharmonisierungsgesetz in ihre kantonalen Steuergesetze voranzutreiben.
Gerne informieren wir Sie über den aktuellen Stand und zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Unternehmen auf die anstehenden Änderungen vorbereiten können.

Eckpunkte der Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF)

Einführung Patentbox und Sonderabzug für F+E Kosten

Mit steuerlichen Vorteilen für Erträge aus Immaterialgüterrechten werden die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowie deren Wertschöpfung in diesen Bereichen gefördert. Der Gesetzestext sieht eine präzise Definition vor, welche Patente oder vergleichbare Rechte für die Boxbesteuerung qualifizieren. Daneben enthält die Verordnung detaillierte Vorgaben zum Berechnungsmechanismus und zu den Dokumentationspflichten. Übereinstimmend mit dem internationalen OECD- Standard, kann der Nexus-Ansatz nach Patent, Produkt oder Produktfamilien angewendet werden. Die Umsetzung der Patentbox erfolgt verpflichtend auf kantonaler Ebene.

Die Einführung eines Sonderabzugs für Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ist für die Kantone optional. Dieser Abzug darf maximal 50% der massgebenden F+E-Aufwendungen in der Schweiz betragen.

Weitere Informationen: www.patent-box.org

Beschränkte Einführung eines Abzugs für Eigenfinanzierung

Mit der Einführung eines steuerlichen Abzugs für eine angemessene Verzinsung des Sicherheitseigenkapitals wird eine übermässige Verschuldung von Unternehmen verhindert. Das Parlament hat beschlossen, dass diese Massnahme lediglich von Kantonen mit einem statuarischen kantonalen und kommunalen Steuersatz am Kantonshauptort von mindestens 13.5% umgesetzt werden darf. Lediglich der Kanton Zürich erfüllt diese Voraussetzung und plant den Abzug für Eigenfinanzierung kantonal einzuführen. Auf Ebene der Bundessteuern steht dieses Instrument nicht zur Verfügung.

Weitere steuerpolitische Massnahmen

Zu den weiteren Änderungen gehören eine

  • Erhöhung des Anteils für die Kantone an den direkten Bundessteuern, welche diese zur Senkung der kantonalen Gewinnsteuersätze verwenden können,
  • die Begrenzung der maximalen Entlastungen sämtlicher neuer Massnahmen auf kantonaler Ebene auf 70%,
  • Anpassungen bei der kantonalen Kapitalsteuer, 
  • Einführung einer Proportionalitätsregel beim Kapitaleinlageprinzip für Gesellschaften mit Kotierung an einer Schweizer Börse, 
  • die Erhöhung der Teilbesteuerung von privaten Dividendeneinnahmen auf 70% bei der Bundessteuer sowie mindestens 50% bei den Kantons- und Gemeindesteuern,
  • sowie eine einheitlichere Steuerbehandlung bei Steuerstatuswechsel, Zu- und Wegzug von Gesellschaften. 
  • Als soziale Kompensationsmassnahme wurde eine zusätzliche Finanzierung der AHV von CHF 2 Milliarden mittels Erhöhung der AHV-Beitragssätze von Arbeitgeber und Arbeitnehmer um je 0.15% beschlossen.

Zielsteuerbelastung nach Inkrafttreten der Steuerreform und AHV-Finanzierung

Unser Service zur Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF)

Die Abschaffung der kantonalen Steuerstatus und der Prinzipalbesteuerung sowie die Steuerregeln für Schweizer Finanzierungsbetriebstätten und die Einführung oben erwähnter Reformmassnahmen kann eine tiefgreifende Veränderung der Steuerbelastung eines Unternehmens in der Schweiz auslösen. Es wird Gewinner und Verlierer geben. Ziel der Wirkungsanalyse ist es aufzuzeigen, wie die Reform sich konkret auf die Steuerbelastung Ihres Unternehmens in der Schweiz auswirkt. Ebenfalls aufgezeigt wird, wie ein Unternehmen sich durch Anpassungen bei den bestehenden Strukturen bzw. des steuerlichen Geschäftsmodells optimal auf die Reform vorbereiten kann.

PwC hat Analyse-Tools entwickelt, um die Auswirkungen folgender Elemente der Reform vorweg zu simulieren. Selbstverständlich ist auch eine kombinierte Analyse verschiedener Massnahmen möglich.

  • Simulation Patentbox und F+E Abzug
  • Simulation Abzug für Eigenfinanzierung (im Kanton Zürich)
  • Simulation Übergangsregeln
  • Simulation Auswirkungen auf Kapitalsteuer

Die neuen Vorschriften der OECD zur internationalen Schaffung von mehr Transparenz zielen darauf ab, die Besteuerung am Ort sicherzustellen, wo die Gewinne tatsächlich erwirtschaftet werden. Dies führt zu zusätzlichen Compliance-Aufgaben und bringt höhere Anforderungen an das Steuerrisikomanagement ihres Unternehmens mit sich. Unsere Spezialisten unterstützen Sie hierbei gerne.

Wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam ein Verrechnungspreismodell, bei dem die Bedürfnisse Ihres Unternehmens in Anbetracht der neuen Vorschriften der OECD berücksichtigt werden.

Wir legen gemeinsam mit Ihnen Verrechnungspreisstrategien fest, die dem Grundsatz der Fremdüblichkeit entsprechen. Ausserdem unterstützen wir Sie dabei, Ihr Preismodell nachhaltiger zu gestalten und es besser zu schützen.

{{filterContent.facetedTitle}}

{{contentList.dataService.numberHits}} {{contentList.dataService.numberHits == 1 ? 'result' : 'results'}}
{{contentList.loadingText}}

Kontaktieren Sie uns

Armin Marti

Partner and Leader Tax Policy, PwC Switzerland

Tel.: +41 58 792 43 43